So wohnt Andres Damm

20.02.13

Als wir Andres Damm vor Kurzem zum wöchentlichen Interview für unsere Beautyrubrik Nahaufnahme besuchten, fanden wir uns kurzerhand in einem so zauberhaften Ambiente wieder, als wäre seine Wohung gerade eben dem neusten Interiorblog entsprungen. Eine Berliner Bleibe wie sie im Buche steht. Lichtdurchflutete Räume, heller Dielenboden und ein liebevoller Möbel-Mix aus Vintage-, Erb- und Designstücken.

Mit Stil und Hingabe eingerichtet, erzählen die einzelnen Gegenstände jedes für sich eine ganz eigene Geschichte und sind weniger praktische Requisiten im Eigenheim, sondern vielmehr Dokument zahlreicher Reisen, Erlebnisse und Erinnerungen. Der imposante Couchtisch, oder eher die Tischplatte, stammt von einem Flohmarkt im New Yorker Stadtteil Chelsea und wurde mit ideenreichem Kalkül in einer Surfboardtasche nach Deutschland transportiert. Den alten Koffer im Schlafgemach hat Andres durch Zufall in einem Caritas Lager entdeckt. Nicht nur das Äußere zeugt von einer geschichtsträchtigen Vergangenheit und so offenbarte der Koffer im Inneren einen Schatz an alten Büchern, die nun fein säuberlich aufgereiht im mehrstöckigem Ikearegal verstaut sind. Dass viele der Bücher mehr Schundromane als literarische Meisterwerke sind schadet der Optik nicht im Geringsten.

Gleich nebenan die Ahnengalerie, Bilder der Familie Damm. Da haben wir zum Beispiel herrliche Schwarz-Weiss-Aufnahmen von der Großmutter mit ihren vier Brüdern oder aber ein Portrait der Urgroßeltern. Wahre Fotokunst, die auch nach Jahrzehnten noch Bestand hat und in uns ein herrlich nostalgisches Gefühl weckt. Ein ganz anderes Kunstwerk zeigt die Frau Mama verewigt auf hauchdünnem Faxpapier, ebenso genial wie simpel.

Und so könnten wir noch stundenlang weiter schwärmen von schwungvoll gestapelten Designmagazinen, über kleine Affen aus Elfenbein, einem Holzstumpf aus Südafrika bis hin zu fantastischen Kristallgläsern aus denen auch Mad Men Charakter Don Draper so gerne seinen Wiskey trinkt. Über deren Herkunft allerdings lächelt der Hausherr nur verschmitzt und schweigt, sodass wir es dabei belassen wollen und uns für einen wundervollen Nachmittag, inklusive dem bestem selbstgebrühtem Espresso, ganz herzlich bedanken.

 

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