Weekday’s neue Linie “1440”

01.03.13

Am Mittwoch den 6. März präsentiert Weekday seine neue Linie “1440”, die in Zusammenarbeit mit der Designerin Nhu Duong entstanden ist.

Das in Berlin und Stockholm lebende Designtalent kombiniert in der neuen Kollektion des schwedischen Labels sportlichen Chic mit eleganten Details wie glänzende Applikationen, sodass Looks entstehen, die minimalistisch, urban und vor allem tragbar sind. Eine Farbpalette von Schwarz über Weiß bis zu Neontönen und Akzenten in Silber oder Pastell spricht für typische skandinavische Reduktion auf wesentliche Elemente und Farben. Wir freuen uns jetzt schon die Entwürfe live und in Farbe am Mittwoch begutachten zu können.

Im Interview hat uns die Designerin Nhu Duong vorab ein bisschen über sich, die Arbeit mit Weekday und “1440” verraten.

Wer ist Nhu Duong? Kannst du uns ein bisschen über dich verraten?

Ich wurde in Ho Chi Minh in Vietnam als Tochter eines Kung-Fu Meisters und einer Schneiderin geboren. Mit sieben Jahren wanderten wir nach Schweden aus. 2008 machte ich meinen Abschluss am Beckmans College of Fashion in Stockholm und zeigte meine Kollektion im darauffolgenden Jahr auf der Fashion Week. Seitdem arbeitete ich an verschiedenen Projekten und Kooperationen und verlagerte kürzlich mein Atelier nach Berlin.

Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Weekday?

Ich war einer der ersten Designer, die mit Weekday zusammenarbeiten durften und das direkt nach meinem Abschluss. Elinor Nystedt, Brandmanagerin bei Weekday, glaubte von Beginn an an mein Talent, wofür ich ihr sehr dankbar bin und holte mich schließlich in das Team. Seitdem habe ich sehr viele Freunde durch die Arbeit bei Weekday gefunden, sodass es sich ganz natürlich anfühlt mit ihnen zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig ermöglicht mir der internationale Erfolg der Marke und die Produktionsmöglichkeiten, Kleidung zu entwerfen, was sonst so nicht möglich wäre.

Was hat dich zu “1440” inspiriert?

Die Kollektion beinhaltet alles, was man für einen ganzen Tag, für 1440 Minuten, braucht. Die Kleidung besticht durch Minimalismus und wirkt auf den ersten Blick reduziert auf Basics, die sich jedoch als multifunktionale Kleidungsstücke entpuppen. Der Kombinations-und Tragemöglichkeiten sind dabei keine Grenzen gesetzt. Du kannst praktisch von der Gym direkt in den Club und andersherum. Ich würde das Design als “ergononmisch” beschreiben, indem es den Menschen, seine Umgebung und neue Technologien umfasst.

Wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben?

Meiner Meinung nach geht es darum Kleidung und Accessoires nach seinem ganz persönlichen Vorlieben zu kombinieren. Besonders mag ich es Dinge, die eigentlich nicht elegant oder cool aussehen, so zu tragen, dass sie meinen Stil komplettieren und dadurch in etwas Besonderes verwandelt werden.

Gibt es ein persönliches Lieblingsstück in der Kollektion?

Es gibt tolle körperbetonte Kleider, Trainingsanzüge und Jacken, aber auch super Handschuhe und Shorts aus Sweat. Zunächst wirkt alles sehr reduziert und klassisch, aber besonders mag ich die technischen Details und die Multifunktionalität. Müsste ich mich entscheiden, würde ich wohl das körperbetone Kleid mit den grafischen Applikationen als ein Lieblingsteil der Kollektion nennen.

Was ist für dich besonders typisch für Berlin / Stockholm?

In Berlin arbeiten viele meiner Freunde als Musiker, Künstler oder Schriftsteller in der kreativen Szene. Berlin strahlt ein Gefühl von Freiheit und Gelassenheit aus, sich ganz nach seiner Facon ausleben zu können. Allerdings ist diese Freiheit und Lässigkeit in gewisser Weise auch eine Schwäche, denn der fehlende Druck führt oft zu Trägheit. Mir persönlich fehlt dann die Energie einer anderen Stadt, wie Stockholm zum Beispiel.