Isabell de Hillerin: Eclectic Line

07.11.12

Vielseitig, Nostalgisch, Modern – erneut gelingt es Isabell de Hillerin mit ihrer Spring/Summer Kollektion 2013 eine Brücke zwischen traditioneller Handwerkskunst und modernem Modedesign zu schlagen. Begonnen hat alles mit einer Reise durch Südosteuropa, genauer gesagt durch Moldawien. In kleinen abgelegenen Dörfern entdeckte die Designerin aufwendig gearbeitete Stoffe und wunderschöne Stickereien die in mühevoller Handarbeit entstehen. Inspiriert und tief beeindruckt von dem handwerklichen Können der moldawischen Frauen entstand ihre Kollektion “Eclectic Line”, in der sie die schlichte Perfektion ihrer Schnitte mit Details und Rafinesse der moldawischen Kultur durchbricht. Durch ihre besondere Gabe, Tradition neu zu interpretieren gelingt es ihr, die Geschichte Moldawiens in den zeitgenössischen internationalen Kontext zu bringen. Fließende Stoffe und dezente Farben – einzig akzentuiert durch ein kräftiges cyan-blau und den zarten Einsatz folkloristischer Muster – bestimmen den Sommer von Isabell de Hillerin.

Ist es die Geschichte hinter den Entwürfen, das sympatische Lächeln der jungen Berliner Designerin oder die blaue handgefertigte Clutch die uns den Kopf verdreht hat? Es ist wahrscheinlich eine Kombination aus allem, denn wir sind hellauf begeistert und entzückt. Vor allem die cremefarbene Blazerkjacke, deren Schultern mit kleinen kegelförmig gearbeiteten Stickereine versehen sind, hat es uns besonders angetan und ist neben dem gemusterten Jumpsuit unser Highlight für die schöne Sommerzeit 2013.

Isabells Verständnis von Mode und Kultur fasziniert nicht nur uns. Die junge Berlinerin hat es bereits in das Modemagazin schlechthin geschafft, die VOGUE. In der aktuellen Novemberausgabe werden vielversprechende deutsche Newcomer der Modeszene präsentiert und da darf Isabell natürlich nicht fehlen, sodass sie momentan in einem doppelseitigen Feature zu bewundern ist.

Schlicht, zurückhaltend, mit Detail und Raffinesse – Chapeau Isabell du hast uns erneut bezaubert!

Bilder: Amos Fricke