Jacques Smith: Vom Reisen im Auftrag der Mode

29.08.12

Der junge, bunte und ein wenig verrückte Designer Jacques Smith aus den USA färbt sich nicht nur seine Haare und den schmalen Oberlippenbart gerne grün und pink, sondern macht neben wilden Partys und vielen Reisen auch Mode. Mit seinen Eigenkreationen, die alle aus einzigartigen Stoffen mit individueller Geschichte entstehen, tingelt er durch die Weltgeschichte. Wo auch immer es ihm und seiner Crew gefällt, wird kurzerhand ein Pop-Up-Shop aufgeschlagen. Seine Entwürfe lassen sich aber nicht einfach kaufen, wie es üblich ist, sondern sind das Endprodukt einer langen Tauschaktion.

Mister Smith legt großen Wert darauf, dass seine Kleider zu den jeweiligen Interessenten passen und so eine persönliche Beziehung zu ihnen aufgebaut werden kann. Wenn er das Gefühl hat, das Kleidungsstück passt aus irgendwelchen Gründen nicht zu der Person, die sich dafür interessiert, treibt er den Preis fast lächerlich hoch, so dass der Kunde das ausgesuchte Teil auf keinen Fall kauft. Es geht dem Designer also nicht ums Geld verdienen, sondern darum, Kleidung zu kreieren, in die sich Menschen buchstäblich verlieben und die sie sich aneignen können.

Die witzigen Stickereien auf seinen Entwürfen werden stets von Jacques’ Mutter angefertigt, die in einer kleinen Stadt in Nebraska lebt. Ein All-American-Business eben. Jacques Smiths Markenzeichen sind aufgestickte Augen, die sich überall auf seinen Designs befinden. Mit seinem Shop auf vier Rädern hat er schon die ganze USA bereist, sich aber auch über den großen Teich nach Paris, Barcelona und sogar Berlin gewagt. Auf seiner Homepage sieht man, dass neben dem eigenen Business das Feiern nicht zu kurz kommen darf. Eine gut gelaunte Fashion-Clique auf Tour.