Les robes géographiques – Elisabeth Lecourt

08.04.13

“Ach wie süß” war wohl das Erste was ich gedacht habe, als mir aus dem “Inspiration Guide London” von Liganova die kleine Postkarte von Elisabeth Lecourt entgegen segelte. Zu sehen war eine antique Landkarte der britischen Metropole in Form eines hübschen Mädchenkleides. Welche Künstlerin hinter dieser hübschen Idee steckt und was sie bewegt hat, Landkarten-Couture zu formen, erfahrt ihr in unserem kleinen aber feinen Interview.
Was steckt hinter “Les robes géographique”?

Angefangen hat alles damit, dass ich ein Kleid aus meinen persönlichen Notizen, Gedanken und Sorgen aus Papier und Musselin-Stoff anfertigte. Dann begann ich, Portraits von Menschen durch ihre Kleidung anzufertigen. Ich habe versucht ihre Geschichte, ihre Gefühle durch ihr persönliches Kleidungsstück wiederzugeben. Als mein Cousin eines Tages seinen Stadtplan von London bei mir im Atelier vergessen hatte, erinnerte ich mich an einen Artikel, den ich kürzlich gelesen hatte, in der ein Vater seine kleine Tochter für einige Zeit verlassen musste, da er ins Gefängnis geschickt wurde. Ich habe dann all diese Informationen, Emotionen und Inspirationen zusammengepackt und herausgekommen ist ein Mädchenkleid aus der Stadtkarte Londons, auf dem das städtische Gefänginis an der Stelle ihres Herzens auf dem Kleid zu finden ist.

 

Kannst du dich noch an eine deiner ersten Reisen erinnern?

Das war mit 9 Jahren nach Paris. Zusammen mit meinen Eltern besuchte ich damals den “Louvre”. Ich hatte wenig Lust mir das Museum anzuschauen und nutzte die erste Gelegenheit, um abzuhauen. Gelandet bin ich in einem Raum voller Portraits, die mich alle anzuschauen schienen. Als die Öffnungszeit vorrüber war, führte mich dann ein Sicherheitsmann zurück an die Rezeption, an der meine Eltern schon sehnsüchtig auf mich warteten.

 

Hast du ein Lieblingreiseziel?

Immer dahin, wo ich noch nie zuvor war.

 

Welche Stadt übt auf dich momentan eine besondere Faszination aus?

London inspiriert mich sehr! Vor allem die enorme Energie und die Einstellung der Menschen – das Hier und Jetzt – das Leben, zu lieben und zu leben.

 

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