An Ort und Stelle mit Uta Geyer

12.02.13

Sie ist die Königin der Brillen und hat stets selbst die wunderbarsten und ausgefallensten Modelle auf der Nase - Uta Geyer betreibt seit 7 Jahren Lunettes, DEN Berliner Brillenladen. Seit mehreren Saisons designt sie außerdem eine eigene Linie unter demselben Namen, die wunderbar schlichte Modelle anbietet. Wir haben die Geschäftsfrau in ihrem Laden auf der Torstraße besucht, um ihr dort an Ort und Stelle ein paar Fragen zu stellen.

Warum hier?

Das ist der zweite Laden hier auf der Torstraße und ich halte mich einfach sehr oft hier auf. Außerdem bin ich gerne hier in der Torstraße – es gibt hier gute Restaurants! Zum Beispiel das Themroc, das hat einen mit phantastischen Mittagstisch oder auch das Lokal.

 Wie kam es zu Lunettes?

Ich habe damals eigentlich eine eigene Brille für mich gesucht – zu der Zeit wollte ich unbedingt eine Cateye-Brille haben – doch alle Brillen, die es auf dem Markt gab, haben mir nicht gefallen, waren zu teuer, zu langweilig oder hatten einfach riesig prangende Logos – das mag ich gar nicht. Ich wollt einfach was Besonderes – keinen Mainstream, keinen Standard. Dann habe ich angefangen zu suchen, was sich als ziemlich schwierig herausgestellt hat – die meisten Optiker konnten nichts mit meinem Anliegen anfangen.

Während meiner Suche nach alten Brillen habe ich dann zufällig eine alte Optiker-Ladeneinrichtung aus den 50ern entdeckt. Irgendwie war das wohl ein Wink des Schicksals, denn ich war zu dieser Zeit sowieso gerade auf Jobsuche und wollte mich, davon abgesehen, auch immer schon irgendwann selbstständig machen. Der 16 Quadratmeter-große Laden im Prenzlauer Berg war dann der Anfang und dieser hier folgte nach 4 Jahren. Hier verkaufe ich nicht nur Vintage Brillen, sondern auch die eigene Kollektion von Lunettes.

Immer dabei?

Das sind Ringe aus Acetat in diesem hübschen Farbspektrum. Acetat ist ja der Stoff, aus dem Brillen gemacht werden – die habe ich immer in meiner Tasche.

Ratschlag?

Mein Vater sagt immer: “Mach dich rahr, sei ein Star!”

Ich wollte früher nämlich immer auf jede Party gehen und bloß nichts verpassen. Daher kommt das (lacht)

Dein Lied?

Mit wem würdest du gerne mal einen Tag verbringen?

Das wäre der Schriftsteller Jonathan Franzen, weil ich so neugierig auf sein neues Buch bin und schon gespannt darauf warte. Ich würde mit ihm spazieren gehen und könnte ihn dann vorab einfach schon mal ein paar Sachen dazu fragen.