An Ort und Stelle mit Julia Heifer

09.01.13

Die sympathische Julia schreibt seit seinem Launch letztes Jahr als Contributer für das Blogazine Journelles. Dort liefert sie uns jede Woche die neuesten Funde aus den Onlineshops, hält uns über Stilikonen auf dem Laufenden und versüßt uns graue Nachmittage mit der Rubrik “Trend du Jour”. Seitdem die gebürtige Mannheimerin ihre Ausbildung zur Modedesignerin am Lette Verein abgeschlossen hat, die ihr das Modehandwerk gelehrt hat, streckt sie nun die Fühler nach Allem aus, was sie modetechnisch sonst noch bereichert. Mitten im Umzugs-Stress traf ich die 24jährige zum Interview in einem ihrer liebsten Restaurants in Berlin Mitte – dem Cocolo Ramen in der Gipsstraße.

 

Warum hier?

Ich gehe unglaublich gerne in das Cocolo, was übersetzt “Herz” heißt. Es ist total klein und gemütlich hier und man kann sich in dieser sehr intimen Atmosphäre  gut unterhalten. Gleichzeitig herrscht aber auch wegen der offenen Küche eine tolle Geräuschkulisse. Das Essen ist unfassbar lecker! Grade im Winter ist es hier so toll, denn diese warmen japanischen Suppen sind irgendwie Essen für die Seele. Ich freu mich immer schon den ganzen Tag drauf, wenn ich verabredet bin und mich mit Freunden hier treffe.

 

 

Immer dabei?

Immer dabei habe ich den Schlüssel zu meiner neuen Wohnung in der Friedelstraße. Daran hängen zwei Schlüsselanhänger: eine Babuschka und ein Knoten aus einem Kletterseil. Die beiden Anhänger habe ich von zwei meiner engen Freundinnen geschenkt bekommen. Das war genau in der Zeit, als ich mich um die Wohnung beworben hatte und die haben mir Glück gebracht, denn es hat ja letztendlich geklappt!

 

 

Ratschlag?

Vielleicht klingt das etwas abgedroschen, aber es ist tatsächlich ein Spruch, den mir meine Eltern immer sagen: Alles wird gut! Es ist ganz einfach und simpel, aber im Prinzip viel schlüssiger als irgendwelche philosophischen Lebensweisheiten, die sich schlaue Menschen ausdenken. Und es stimmt eben: am Ende wird doch immer alles gut!

 

 

Dein Lied?

“You only life once” von The Strokes. Normalerweise mache ich immer den Fehler, Lieder mit Hilfe der Repeat-Taste tot zu hören, dass ich sie irgendwann nichtmehr ertragen kann. Dieser Song ist einer der wenigen, bei dem es mir nicht so geht. Ich kann ihn immer hören und er stimmt mich einfach positiv.

 

 

Mit wem würdest du gerne mal einen Tag verbringen?

Ich würde unglaublich gerne mal Stella McCartney treffen. Im Bereich Mode ist sie eine Person, die mich absolut beeindruckt – auf ganzer Linie. Was man über ihr Privatleben weiß, wie sie ihre Familie zusammenhält, mit ihren Kindern und ihrem Mann auf einem Gestüt wohnt und gleichzeitig eine der erfolgreichsten Modedesignerinnen überhaupt ist.

 

Gleichzeitig kriegt sie es auch noch auf die Reihe, sich für Tier- und Umweltschutz einzusetzen bei dem, was sie tut – im Prinzip macht sie alles richtig, so wie man es von außen mitbekommt. Sie beweist immer wieder sehr erfolgreich, dass es auch als High Fashion Modedesignerin, die in Paris die schönste Modenschau macht, kein unvereinbarer Wiederspruch ist, dabei auf die Umwelt zu achten. Ich gerate hier ins Schwärmen, denn natürlich finde ich auch ihren Stil unglaublich beeindruckend: das ist zeitlose feminine Mode, die immer funktioniert.

 

Ich würde mich mit ihr gerne in einem alten Londoner Grand Hotel zum Afternoon Tea treffen und einfach quatschen über alles, was sie bisher erreicht hat und wie sie all die verschiedenen Facetten ihres Lebens unter einen Hut bringt. Ich würde mich einfach davon begeistern lassen, wer sie ist.