An Ort und Stelle mit Anna Bührmann

26.02.13

Anna ist 27 Jahre alt und hat Modejournalismus und Medienkommunikation in Düsseldorf studiert, bevor sie nach Berlin gezogen ist. Dort hat sie ihre Fühler nach allem ausgestreckt, was sie Erfahrungstechnisch bereichert hat. Mittlerweile wohnt die Nagelfanatikerin (Blog: 101 Soap Bubbles) wieder in Düsseldorf und arbeitet als freie Redakteurin und PR-Beraterin. Unter anderem hat sie dieses Jahr zum zweiten Mal die Redaktionsleitung für das Fashion Daily Print-Magazin übernommen. Die sympathische Dame mit den unglaublichen Haaren entführt mich in eines der gerade angesagtesten Cafés der Stadt. Das TOYKIO ist so etwas wie die Galerie von Toy- und Kunstsammler Selim Varol, der unter anderem 2012 im Me Collectors Room in Berlin einen Teil seiner riesigen Sammlung zur Schau stellte. Exciting!

 

1. Warum hier?

Erstmal weil es regnet! Zweitens, weil es hier unglaublich viel zu gucken gibt, zumal wir selbst dieses Toys auch sammeln. Das ist so ein Ort, an den ich immerwieder gehe, um zu gucken, ob es was Neues gibt! Ich mag die Möbel, ich mag die Fließen an den Wänden, ich mag die Lampen, der Boden glitzert, das sind alles so Sachen, die ich unglaublich cool finde und TOYKIO ist für mich irgendwie noch so’n Ort, der einfach einzigartig ist hier in Düsseldorf. In Berlin gibt es viele colle Locations, in Düsseldorf ist das etwas rahrer angesiedelt. DD hat dafür andere Vorzüge, im Sommer wenn man am Rhein sitzt, das ist einfach ganz ganz toll, aber so „drinnen“ is nich so wie in Berlin, das gibt’s hier noch nicht. Die Limonade schmeckt lecker, die Leute sind freundlich, deswegen sind wir hier.

Tagsüber ist das hier Café und Galerie. Am Wochenende wird hier auch Musik aufgelegt, dann verwandelt sich das hier in nen Club. Gefährlich ist natürlich, dass man immer irgendwas kleines mitnimmt (lacht)

 

 1. Was hast du immer dabei?

Meine Kopfhörer und meinen  Montblanc-Kugelschreiber, den ich zum Diplom von meiner Mama bekommen habe.

 

 3. Ratschlag?

 Mein Papa ist immer sehr ruhig, gelassen und reflektiert. Er hat mir mal geschrieben, dass ich immer ich selbst sein soll, weil ich dann immernoch in den Spiegel gucken kann. Und das ein langer Prozess, bis ich mal gerne ich selbst war. Und seitdem ich weiß, wer ich bin und sein möchte, bin ich auch sehr radikal, was das angeht. Also, wenn jemand mich nicht mag, so wie ich bin, dann hat er eben Pech gehabt! (lacht)

 4. Lied?

So eine schwere Frage! Ich glaube,  wenn man sich meine Playlists anguckt, merkt man recht schnell, dass ich so’n 80er/90er Jahre Mädchen bin. Also ich hab so diese ganzen „Be my Lover“ – das könnte ich immer hören. Eine Band, die ich grade erst live gesehen hab und die wirklich immer dabei ist, ist Radiohead – einfach faszinierend. Auch Incubus und Foo Fighters mag ich gerne! The XX Island höre ich eben auch gerne. Bei mir ist East 17 und Backstreetboys genauso wichtig, wie die eben genannten, deswegen ist es sehr schwierig, sich da festzulegen! Was Ich auch liebe ist der TopGun Soundtrack! Das ist so schwer!

 

 5. Mit wem würdest du gerne mal eine Tag verbringen und was würdest du unternehmen?

Wenn ich diesen Wunsch frei hätte, würde ich gerne ins Jahr 1985 zurückreisen, da war das LifeAid Konzert und da sind ja alle großartigen Künstler aufgetreten: Sting, Phil Collins, Whitney Houston, Madonna, David Bowie. Das wäre so toll, mit denen Backstage einfach einen Tag abzuhängen. Ich würd mich gerne mal mit Michael Jackson, Kurt Cobain oder Freddy Mercury unterhalten. Ich fände das wahnsinnig interessant, diese ganze Musikergeneration mal kennenzulernen. Da hätte ich auf jeden Fall viel Spaß dran!