GQ Männer des Jahres Awards – Ein Erlebnisbericht

29.10.12

Dass ich mir ein passendes Outfit von Lala Berlin gesucht habe, wisst ihr ja bereits. Was ich damit erlebt habe, lest ihr nun hier. “Sir Ben Kingsley wird einen Award empfangen, Mischa Barton und Bar Refaeli unter den Gästen und Preisträgern sein und viele wichtige Leute aus Film, Fernsehen, Mode oder Wirtschaft ihre Roben und teuren Anzüge zur Schau stellen!” das alles ging mir seit meiner Einladung zu den GQ Männer des Jahres Awards durch den Kopf.

Ganz aufgeregt machte ich mich also am Freitag Abend auf den Weg Richtung Unter den Linden und lernte vom Taxifahrer, dass die Komische Oper, wo er mich hinbringen sollte, “nur außen komisch sei – innen dagegen barock!” Vor Ort wurde ich direkt am roten Teppich vorbei geschleust, wo die Stars und Sternchen sich bereits im Blitzlichtgewitter aalten. Der “Normalo-Eingang” befand sich um die Ecke, wo ich mir mein Presse-Bändchen abholte. Herzlich Willkommen zu den GQ Männer des Jahres Awards 2012!

Kiki von The Random Noise und ich

Schon mischte ich mich unters Volk und konnte – bewaffnet mit einem Gläschen Champagner – die ersten Stars sichten. Zu meinen Lieblingsfrauen gehörten Bar Refaeli in einem züchtigen gold besticktem schwarzem Kleidchen, Mischa Barton im lila Maxirock, Eva Padberg im hellblauen One-Shoulder-Kleid von Boss und Franziska van Almsick in einem wunderschönen Céline-Anzug. Leider hatte letztere einen viel zu aufreizenden BH darunter, der das Outfit wieder ein bisschen auf die “Ich zeige viel zu gerne, was ich habe, als dass ich mich hochgeschlossen kleiden würde”-Schiene holte. Schade!

Die Männer des Jahres dagegen ließen lieber ihre weibliche Begleitung strahlen und kamen selbst meist klassisch in schwarzem Anzug oder Smoking, weißem Hemd und dezenter Fliege oder Krawatte. Selbst die junge Liga wirkte sehr erwachsen und dem Anlass entsprechend: Fernsehclowns Klaas und Joko, Jungschauspieler David Kross und Profi-Snowboarder sowie Damenliebling Shaun White – ihm wurde es untersagt, Turnschuhe zum Anzug zu tragen, was ihn sehr traurig machte, denn schließlich wurde er mit einem Award in der Kategorie “Sport International” ausgezeichnet –  erschienen allesamt in gediegenem Schwarz.

Klaas, Bar und Joko im Blitzlichtgewitter

Als es dann ums Plätze einnehmen ging, huschte ich in die Presse-Lounge, wo Bildschirme zur Life-Übertragung aufgebaut waren und große weiße Sofas zu einem gemütlichen Fernseh-Abend einluden. Ehrlich gesagt hatte ich ein bisschen Bammel, drei Stunden lang ganz alleine – ich kannte bis dahin niemanden – herum zu sitzen und an meinem Champagner zu nippen. Als ich Platz genommen hatte, kam zum Glück gleich eine hübsche junge Dame in schwarzem Kaviar Gauche for Zalando Collection Kleid auf mich zu und grinste: es war Kiki von The Random Noise, die sich zu mir gesellte. Wir verpassten die komplette Preisverleihung, weil wir ohne Punkt und Komma miteinander quatschten. Schön war das und sehr unterhaltsam! Im Hintergrund hörten wir gelegentlich die großartigen musikalischen Einlagen von Chaka Khan, Naturally 7 und GQ-Preisträger Thomas Quasthoff. Als ich dann später Sir Ben Kingsley über den Weg lief, schlotterten mir schon ein bisschen die Knie und die sagenumwobene Star-Aura zeigte, was sie kann. Impressionen von der Party gibt es hier.

Mick Hucknall und Sir Ben Kingsley

Nach drei Stunden Lobeshymnen, Unterhaltung und Standing Ovations ging die Preisverleihung ihrem Ende zu. Eifrig drängten besagte Stars, Sternchen, Bond-Girls, Wirtschaftsgrößen, Medienhaie, überschmückte Schönheiten, toughe Geschäftsfrauen, schlecht gekleidete Manager-Gattinen, gut gekleidete Modegöttinnen, Kiki und ich auf die schicke After-Show-Party.

Party!

Trüffel-Steinpilzrisotto, Sushi-Röllchen mit Kaviar, Rinder-Tartar, Fleisch von der Rehkeule, Austernmuscheln auf Algensalat und viele weitere kulinarische Leckereien fanden den Weg in meinen Gaumen. Getränke-technisch saß niemand auf dem Trockenen und an der Eisbar konnte man sich nach einem wilden Tänzen zu trashiger 90er Jahre Musik abkühlen. Hauptgesprächsthema – so schien es – war der unsägliche weiße BH unter Shermine Shahrivar’s schwarz-transparentem Kleid. Am Black-Jack Tisch und den einarmigen Banditen kam ein bisschen Las Vegas-Stimmung auf, welche mich eine ganze Weile fesseln konnte. Zwischendurch wagten Kiki und ich uns noch auf den roten Teppich und knipsten diese Star-verdächtigen Bilder. Satt, zufrieden, ein bisschen angeschwippst und vor allem müde, machte ich mich dann gegen 3 Uhr Morgens auf den Weg nach Hause. Merci für diesen witzigen Abend!

 

 

 

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