Modeschulen-Special: Der Lette Verein

28.02.13

Wenn man Mode studieren will und dafür aus der Provinz in eine andere Stadt ziehen muss – zum Beispiel in die deutsche Modehauptstadt Berlin – dann hat man herzlich wenig Ahnung vom Ruf der Schule oder wie es überhaupt dort aussieht, welche Lehrer oder Professoren man erwarten darf oder worauf die Schule ihren Schwerpunkt legt. Aus diesem Grund besuchen wir nun in regelmäßigen Abständen die Berliner Modeschulen und hören uns dort für euch um. Den Anfang macht heute der Lette Verein in Schöneberg.

Gelegen am wunderschönen Victoria-Luise-Platz hat der Lette Verein visuell schonmal einiges zu bieten. In einem schönen Altbau und einem weniger schönend Neubau sammeln sich dort neben technischen Ausbildungen gleich drei kreative Zweige: Fotodesign, Grafikdesign und Modedesign. Wir haben zwei Lehrkräfte gefragt, was das Besondere am Lette Verein ist und wollen euch mit einer Bildergalerie einen Eindruck der Schule vermitteln. Bitte sehr!

 

Herr Pahnke, Schnittkonstruktion und Fertigungstechnik

” Ein Schwerpunkt hier an der Schule ist der praktische Bezug. Unsere Schüler sind in der Lage ihren Entwurf so zu gestalten, dass dieser machbar, praktisch und umsetzbar ist. Wir legen sehr viel Wert auf eine sinnvolle praxisbezogene und parixorientierte Ausbildung.”

 

 

Frau Hofmann, Kollektionsgestaltung und Modezeichnen

” Der Lette Verein steht für intensives, bodenständiges Arbeiten und nicht das Abdriften in Diskussionen und Illusionen. Am Anfang dachte ich, es ist mir etwas zu unkreativ und zu verschult hier, aber gerade diese schulische Disziplin ist sehr sinnvoll und bekommt auch international viel Annerkennung.

Eine konkrete Aufgabe zu bekommen, diese bearbeiten und abgeben zu müssen scheint auf den ersten Blick sehr einengend, aber ist eben für viele ein guter Halt und Richtwert. Die schönste Idee bleibt nur auf dem Papier oder im Kopf, wenn sie nicht real machbar ist. Daher ist die Umsetzbarkeit von Visionen sehr wichtig! Sich kreativ austoben ist in unserem Schulbetrieb schwer möglich, allerdings hat man das, was man hier lernt, für’s Leben.”

 

 

Charakter: sehr schulische Strukturen, Verarbeitung/Pruduktion/Handwerk wird größer geschrieben als Kreativität, die jährlich Abschlussmodenschau wird aber immer besser!

Abschluss: Staatlich geprüfter Modedesigner

Das ist besonders: Nach jedem Semester muss man seine selbst gefertigte Kollektion vor dem ganzen Lehrstuhl präsentieren